Wer kennt das nicht: man bereitet sich auf die nächste Reise vor, träumt schon von all dem Sehenswerten, malt sich aus, wie es sein wird vor der Riesenpyramide zu stehen, über den Wolken zu schweben oder im Kanu auf dem tosenden Fluss zu schaukeln. Aber was wären diese Bilder ohne ein Erinnerungsfoto

Wie man zum besten Schnappschuss gelangt

Fotos kann man mit den unterschiedlichsten Geräten machen. Nur welches ist für den Urlaub am besten geeignet?

Immer dabei: das Smartphone

Natürlich ist für die meisten das Smartphone immer zur Stelle. Kurz auf den Auslöser gedrückt und schon ist der Moment verewigt. Hobbyfotografinnen und -fotografen sind dabei sicher schon an ihre Grenzen gestoßen: verwackelte Bilder, vertikale Videos mit rauschenden Hintergrundgeräuschen. Da kann die Enttäuschung groß sein, denn die meisten Dinge auf Reisen lassen sich nicht nachstellen. 

Klein und kompakt

Sehr ähnlich verhält es sich mit unseren kleinen Helfern, den Kompaktkameras. Fast jeder hat eine. Sie macht ihrem Namen alle Ehre und verführt den Reisenden, sie in die Hosentasche zu stecken. Die Bildqualität lässt hingegen zu wünschen übrig. Man ist gezwungen Vorlieb zu nehmen mit dem, was „dran“ ist. Kein Objektivwechsel möglich und starker Qualitätsverlust bei Lichtmangel. Manch einer ärgerte sich schon hinterher, nicht doch zu einem anderen Modell gegriffen zu haben. 

Think bigger: Spiegelreflexkameras

Erfahrene Fotofreudige werden sich nicht lumpen lassen. Wer auf Qualität statt Gewicht- und Geldersparnis setzt, wählte bisher meist eine Spiegelreflexkamera. Rechnet man das Zubehör dazu, landet man bei locker sechs bis sieben Kilogramm. Im Koffer und auf dem Rücken.

Silberstreif am Horizont: Systemkamera

Wer aber weder auf Qualität noch auf Platz im Koffer verzichten möchte, für den gibt’s eine super Alternative: die Systemkamera. Systemkameras verteidigen seit ein paar Jahren ihren verdienten Platz zwischen den kleinen kompakten und den aufwändig schweren Profikameras.

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(© bbsferrari – stock.adobe.com)

Eine Systemkamera wiegt im Vergleich zur Spiegelreflexkamera nur halb so viel – mit Ausrüstung sogar noch weniger. Gerade auf kurzen Reisen ist dieser Aspekt relevant, da die meisten Fluggesellschaften streng auf das Gewicht des Gepäcks achten. Wer lange reist, wandert und häufig Orte wechselt, auch der kann sich mit einer Systemkamera entspannt zurücklehnen. 

Die richtige Kamera zu finden ist nicht einfach, man sollte hier auf einen Experten hören: Systemkamera für Reisen im Test

Gewicht ist nicht alles

Auch der Preis einer Systemkamera spricht für sich, liegt dieser doch unter einer guten Spiegelreflexkamera. Teure Zusatzobjektive sind kein Muss. Hat man aber schon welche zuhause, können diese (i.d.R. mit Hilfe eines Adapters) an die Systemkamera angebracht werden. Je nach Hersteller gibt es verschiedene Gadgets und Accessoires dazu. 

Nicht nur für Hobbyfotografen

Neueinsteiger aber auch Profis haben Freude an einer Systemkamera. Die Bedienung ist kinderleicht. Wer nicht gerne lange Gebrauchsanweisungen liest, kann schon mit dem Automatikmodus loslegen. Darum lohnt sich eine Anschaffung auch noch kurz vor Reiseantritt. 

Hilfsmittel für die Systemkamera

Die meisten Systemkameras bieten ihren Nutzern kleine Hilfestellungen an. Via Wasserwaage können selbst feinste Neigungen korrigiert werden. Ein Gitternetzt auf dem Display unterstützt ebenfalls bei der Bildanordnung. Es werden zahlreiche Modi angeboten, die für jeden Ort, jede Zeit und jedes Wetter die passende Einstellung parat haben. Es macht einfach Spaß mit einer so leichten Kamera zu experimentieren. Lichtmangel macht ihr nichts aus. Und auch den beliebten unscharfen Hintergrund kriegt sie problemlos hin, genau wie Panoramabilder.
Gerade im Urlaub muss das Bild auf Anhieb gut werden – bei welchen Außenbedingungen und -temperaturen auch immer. Da ist es beruhigend zu wissen, dass die Systemkamera gut in der Hand liegt und vergleichsweise unempfindlich ist, was den Umgang mit ihr angeht.

Mehr als Fotografie

Wer auf Videoaufnahmen nicht verzichten will, muss nicht. Systemkameras haben ein super Mikrofon und überzeugen mit bester Tonqualität. Hochauflösung der Videos ist ebenfalls ein Plus.
Videos und Fotos lassen sich hinterher wie gewohnt mit Bildbearbeitungsprogrammen verändern, korrigieren und bearbeiten. 

Zu guter Letzt ist die Systemkamera im Vergleich zu ihrer Spiegelreflex-Schwester auch noch pflegeleicht. Weil sie auf den verbauten Spiegel verzichtet, kann weniger gereinigt und mehr fotografiert werden. 

Wer ein Allround-Talent mit auf Reisen nehmen will, der macht mit einer Systemkamera nichts verkehrt.